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Las Pedreras Viñedos y Vinos

Im höchstgelegenen Teil der Sierra de Gredos, dem Alto Alberche, schaffen Bárbara Requejo und Guzmán Sánchez von Las Pedreras extrem elegante und zugleich kraftvolle Weine aus uralten Garnacha-Reben, die trotz des recht jungen Alters des Weinguts (gegründet 2020) schon jetzt zu den besten der Region gehören. Burgundische Finesse gepaart mit der Kraft der spanischen Sonne, dazu das einzigartige Terroir aus Höhenlage und Granitboden – diese Kombination macht die Weine von Las Pedreras so unwiderstehlich…

Region: Sierra de Gredos, Kastilien und León

Winzer: Bárbara Requejo Frutos & Guzmán Sánchez de la Parra

Rebfläche: 6 ha

Rebsorten: Albillo Real; Garnacha Tinta, Tempranillo

Jahresproduktion: 25.000 Flaschen 

Arbeitsweise: bio/ biodynamisch

Las Pedreras Viñedos y Vinos

Bárbara Requejo & Guzmán Sánchez – It’s all about Garnacha, baby (almost)

Keine Weinregion Spaniens sorgt derzeit für so viel Furore und begeistert gleichermaßen Experten wie Weinfreunde wie die Region Cebreros in der Sierra de Gredos! Und das liegt vor allem an der einzigartigen Kombination aus Höhenlage, Granitsandböden und uralten Garnacha Tinta Rebstöcken, die intensive und doch finessenreiche Rotweine hervorbringt: die Vorstellung von burgundischer Eleganz unter der Sonne Spaniens trifft’s dabei schon ganz gut!

Dabei ist das aufstrebende Weinbaugebiet im Süden der Region Kastilien-León eigentlich noch relativ jung und wurde als Denominación de origen (D.O.) erst 2019 klassifiziert. Gemeinsam mit den beiden südöstlich gelegenen D.O.s Méntrida und Vinos de Madrid, die geographisch schon zu den Nachbarregionen Kastilien-La Mancha bzw. Madrid gehören, bildet Cebreros das Trio der Weinbaugebiete, die unter sich die Weinberge der östlichen Sierra de Gredos mit ihrer Hauptrebsorte Garnacha Tinta (95%) aufteilen – jenes Gebirgszugs, der als höchstgelegener Teil des Gebirgssystems Kastilisches Scheidegebirge auf knapp 2600m Seehöhe ansteigt und seit jeher von großer geographischer, historischer und politischer Bedeutung war. Gerade die D.O. Cebreros in den nordöstlichen Ausläufern des Gebirges und somit in Kastilien-León – zur Orientierung: bis Madrid sind es von hier etwa 120 Kilometer Luftlinie Richtung Osten – hat sich dabei in den letzten Jahren zu einem wahren Hotspot für junge Weingüter entwickelt, was nicht zuletzt auch an der beachtlichen Seehöhe liegt, die den teils uralten Garnacha-Reben hilft, erstaunlich frische und feingliedrige Weine hervorzubringen, die zu den besten Garnacha/Grenache der Welt zählen. Der Hype der letzten Jahre hat allerdings auch eine markante Kehrseite: das Engagement von auswärts mit zum Teil großer finanzieller Unterstützung von Investoren, was die Preise für Rebland in teils astronomische Höhen trieb. Entsprechend hoch ist mittlerweile (leider) häufig das Preisniveau der wenigen angebotenen Weine…

Doch es hätte alles auch ganz anders kommen können: Von den einst abertausenden Hektar Weinbergsfläche waren vor gar nicht allzu langer Zeit, rund um die Jahrtausendwende, nur noch wenige hundert in Bewirtschaftung. Weinbau in der Sierra de Gredos schien perspektivlos – die Sorte Garnacha hielt man in Spanien für minderwertig, Granitböden für den ungeeignetsten Boden für Qualitätsweine. Diese Fehleinschätzungen zerstörten weit mehr, als die Reblaus in diesen für sie unwirtlichen Höhen je hätte ausrichten können! Und so überlebten gerade mal knapp 2000 Hektar weit verstreuter Weingärten an den Hängen der Sierra de Gredos (davon 500ha in der D.O. Cebreros, aufgeteilt auf mehr als 1100 Parzellen), in Höhen von 500 bis fast 2000 Metern auf mageren Granit- und Schieferverwitterungsböden, mit uralten Rebstöcken in Goblet-Erziehung, die im Mittel 70 Jahre alt sind. Eine einmalige Kombination und wahrer Schatz…

Was auch das ambitionierte, erst im Jahr 2020 gegründete Weinprojekt Las Pedreras Viñedos y Vinos erkannte, eines der jüngsten Weingüter Spaniens. Es liegt auf etwa 1000 Metern Seehöhe im Bergdorf Villanueva de Ávila im Alto Alberche, dem westlichen Teil des Rio Alberche Tals, das zur jungen D.O. Cebreros gehört. Das Weingut entstand, als sich die Wege der talentierten Winzerin Bárbara Requejo Frutos und des ambitionierten Kochs Guzmán Sánchez de la Parra kreuzten…

Bárbara (Jahrgang 1992) kommt ursprünglich aus Valladolid, ihr Onkel besitzt in der Ribera del Duero ein kleines Weingut, wo Bárbara erste Erfahrungen sammeln konnte. Vom Weinbau fasziniert, absolvierte sie in Valladolid das Studium, und über ein Erasmusprogramm ging es anschließend nach Bordeaux zu Château Haut-Brion. Danach reiste sie vier Jahre um die Welt, unter anderem zu Pierre Peters in der Champagne, Peay Vineyards an der kalifornischen Sonoma Coast, und Quartz Reef in Neuseeland, bevor sie 2017 als technische Leiterin auf dem Weingut Soto Manrique in Gredos landete – die Ribera del Duero erschien ihr zu eingefahren. In Gredos aber wurde sie vom immensen Potential der alten Weinberge und der Region in den Bann gezogen. Und zu dieser Zeit lernte sie auch Guzmán kennen.
Guzmán (Jahrgang 1989) wiederum wurde in eine Bäckerfamilie hineingeboren und wuchs im Dorf Villanueva de Ávila auf. Er absolvierte die Ausbildung zum Koch und nach Erfahrungen in renommierten Restaurants in Ávila und Madrid (u.a. im Zalacaín) eröffnete er 2016 in seinem Heimatdorf mit dem La Querencia sein eigenes Restaurant, das schnell zum besten der Region wurde. Daneben produzierte Guzmán auch seit der Jahrtausendwende von den familieneigenen Weingärten kleinere Mengen Wein für den eigenen Verbrauch und das Restaurant.
Als Bárbara und Guzmán sich näher kennen und lieben lernten, beschlossen sie 2020 – als das Restaurant während der Pandemie geschlossen blieb –, gemeinsam das Weingut Las Pedreras zu gründen, das allererste in Villanueva de Ávila, benannt nach dem Pico Las Pedreras, einem nahen Berg mit besonders altem Bestand an Garnacha Reben.

Guzmáns Rebflächen gingen vollständig in das neu gegründete Weingut über (darunter jene, wo der famose Pelito Lindo wächst), zudem konnten die beiden mittlerweile Parzellen in und um Villanueva de Ávila herum und in den Nachbardörfern Burgohondo und Navatalgordo erwerben. Die Zukunft der Weinregion sehen sie allerdings nicht nur in alten Weingärten, sondern auch in neu angelegten Weinbergen, weshalb sie 2022 auch die neue, 1ha große Garnacha-Lage La Encarabenera hoch über Navarrevisca auf über 1200m Seehöhe auspflanzen, wo Guzmáns Vorfahren einst Roggen anbauten – eine der ganz wenigen weil arbeits- wie kostenintensiven Neupflanzungen in der Sierra de Gredos, und überhaupt die einzige in dieser Höhenlage! Auf den knapp 6 Hektar wachsen auf mageren Granit- und Schieferverwitterungsböden vorrangig sehr alte Garnacha-Reben – im Schnitt etwa 70 Jahre, die älteste weit über 100 Jahre –, daneben noch etwas weißer Albillo Real.
Die Bewirtschaftung erfolgt biologisch mit einigen biodynamischen Techniken, tlw. unterstützt von Pferden, und ist nicht zuletzt aufgrund der kleinen Parzellen, die noch dazu weit verstreut sind, extrem aufwendig. Kalte, schneereiche Winter und warme, trockene Sommer prägen das kontinentale Klima hier im Alto Alberche, dem höchsten (im Schnitt 900m) und kältesten Teil der Sierra de Gredos, mit je nach Lage zum Teil sehr unterschiedlichen Niederschlagsmengen von wenigen hundert Millimetern bis hin zu 1200mm im Jahr; hinzukommt die ständige Gefahr von Spätfrösten. Außer Reben will hier keine andere Pflanzenkultur gedeihen, selbst Ziegen tun sich hier oben bei der Nahrungssuche schwer. Kein Wunder also, dass die Erträge aufgrund der klimatischen Vorgaben und des hohen Rebenalters eher gering sind – bei Las Pedreras rund 25.000 Flaschen, aufgeteilt auf 6 Gredos-Weine. Der Weinkeller ist dabei eindeutig Bárbaras Reich – hier arbeitet sie mit sehr reduziert, mit natürlichen Hefen, ohne Enzyme und ohne Filtration, greift so wenig wie möglich in den natürlichen Prozess des Weins ein. Dabei folgt sie keinen starren Dogmen, sondern orientiert sich am jeweiligen Jahrgang, was etwa Dauer der Maischestandzeit oder Verwendung der gesamten Trauben samt Stielen und Stängel betrifft. Vergoren wird großteils im Stahltank, die Top-Cuvées und der Rosé im Holz; die Reife verbringen sämtliche Weine in kleinen und größeren Eichenholzfässern (von barrique bis 40hl), darunter auch einige von Stockinger. Gefüllt wird nach maximal 12 Monaten mit moderater Schwefelung bei den Rotweinen.

Einstieg und Basis zugleich bildet der Barrio de los Arroyuelos im burgundischen Village-Stil, dessen “jüngere” Reben (immerhin auch im Schnitt 60 Jahre alt) auf über zwei Dutzend Parzellen in den Dörfern Villanueva de Ávila, Burgohondo und Navatalgordo und unterschiedlichste Terroirs verteilt sind – ein Wein, der die Energie und Persönlichkeit von Alto Alberche, der Rebsorte Garnacha und des Jahrgangs zum Ausdruck bringt, komplex und tief, und zugleich einfach zu genießen. Die beiden Topweine Vertiente de Las Ánimas und Pelito Lindo wiederum spiegeln das unterschiedliche Terroir von Villanueva de Ávila wider. Auch wenn diese Einzellagen (paraje), die jeweils nur knapp 1000 Flaschen im Jahr ergeben, beide aus dem gleichen Dorf stammen, sind die Unterschiede der einzelnen Parzellen in Punkto Höhenlage, Boden (sandiger, rosafarbener verwitterter Granit beim Pelito Lindo) und Ausrichtung dennoch enorm und führen so zu völlig unterschiedlichen Weinen – gemeinsam ist ihnen die große Eleganz und Mineralik, kurz gesagt: beides Weine der absoluten Oberklasse! Das Einzellagen-Trio komplettiert neuerdings Corral de Gargatilla aus einer 1,7ha großen Parzelle auf 1050m Seehöhe, die im Jahr 2024 angekauft wurde und durch unterschiedliche Bodenprofile (Granit-Schiefer-Ton) besondere Komplexität verspricht.
Ergänzt wird das Sortiment schließlich vom mineralisch-würzigen Village-Rosado Arquitón (meist rasch ausverkauft) sowie dem originellen weißen Linarejos, bei dem die seltene Lokalsorte Albillo Real durch Beimengung von etwas Manzanilla-Sherry ungewöhnlichen Pep erfährt. Dazu gesellt sich noch La Coronela, ein Tempranillo-lastiger gemischter Satz aus Bárbaras önologischer Heimat Ribera del Duero vom Weingarten ihrer Mutter, den Bárbara ebenfalls im Keller in Villanueva vinifiziert.

Schon als wir 2024 zum ersten Mal die Weine von Las Pedreras kosteten, wussten wir, dass hier etwas Besonderes im Entstehen war. Seit seiner Gründung im Jahr 2020, konnte sich das junge Weinprojekt von Bárbara Requejo und ihrem Mann Guzmán Sánchez nicht nur binnen kürzester Zeit in die Spitze der Weinbauregion Sierra de Gredos katapultieren, sondern in die oberste Liga der spanischen Rotweine insgesamt! Hier, an einer der höchsten Lagen für Garnacha/ Grenache überhaupt, bekommt die Rebsorte jene ultimative Kombination aus Eleganz, Finesse und Kraft und jene Frische und Klarheit der Fruchtaromen, die die Weine schlussendlich so unwiderstehlich machen. Und diese aufregende Reise hat gerade erst begonnen…

Las Pedreras Viñedos y Vinos

Im höchstgelegenen Teil der Sierra de Gredos, dem Alto Alberche, schaffen Bárbara Requejo und Guzmán Sánchez von Las Pedreras extrem elegante und zugleich kraftvolle Weine aus uralten Garnacha-Reben, die trotz des recht jungen Alters des Weinguts (gegründet 2020) schon jetzt zu den besten der Region gehören. Burgundische Finesse gepaart mit der Kraft der spanischen Sonne, dazu das einzigartige Terroir aus Höhenlage und Granitboden – diese Kombination macht die Weine von Las Pedreras so unwiderstehlich…

Region: Sierra de Gredos, Kastilien und León

Winzer: Bárbara Requejo Frutos & Guzmán Sánchez de la Parra

Rebfläche: 6 ha

Rebsorten: Albillo Real; Garnacha Tinta, Tempranillo

Jahresproduktion: 25.000 Flaschen 

Arbeitsweise: bio/ biodynamisch

Bárbara Requejo & Guzmán Sánchez – It’s all about Garnacha, baby (almost)

Keine Weinregion Spaniens sorgt derzeit für so viel Furore und begeistert gleichermaßen Experten wie Weinfreunde wie die Region Cebreros in der Sierra de Gredos! Und das liegt vor allem an der einzigartigen Kombination aus Höhenlage, Granitsandböden und uralten Garnacha Tinta Rebstöcken, die intensive und doch finessenreiche Rotweine hervorbringt: die Vorstellung von burgundischer Eleganz unter der Sonne Spaniens trifft’s dabei schon ganz gut!

Dabei ist das aufstrebende Weinbaugebiet im Süden der Region Kastilien-León eigentlich noch relativ jung und wurde als Denominación de origen (D.O.) erst 2019 klassifiziert. Gemeinsam mit den beiden südöstlich gelegenen D.O.s Méntrida und Vinos de Madrid, die geographisch schon zu den Nachbarregionen Kastilien-La Mancha bzw. Madrid gehören, bildet Cebreros das Trio der Weinbaugebiete, die unter sich die Weinberge der östlichen Sierra de Gredos mit ihrer Hauptrebsorte Garnacha Tinta (95%) aufteilen – jenes Gebirgszugs, der als höchstgelegener Teil des Gebirgssystems Kastilisches Scheidegebirge auf knapp 2600m Seehöhe ansteigt und seit jeher von großer geographischer, historischer und politischer Bedeutung war. Gerade die D.O. Cebreros in den nordöstlichen Ausläufern des Gebirges und somit in Kastilien-León – zur Orientierung: bis Madrid sind es von hier etwa 120 Kilometer Luftlinie Richtung Osten – hat sich dabei in den letzten Jahren zu einem wahren Hotspot für junge Weingüter entwickelt, was nicht zuletzt auch an der beachtlichen Seehöhe liegt, die den teils uralten Garnacha-Reben hilft, erstaunlich frische und feingliedrige Weine hervorzubringen, die zu den besten Garnacha/Grenache der Welt zählen. Der Hype der letzten Jahre hat allerdings auch eine markante Kehrseite: das Engagement von auswärts mit zum Teil großer finanzieller Unterstützung von Investoren, was die Preise für Rebland in teils astronomische Höhen trieb. Entsprechend hoch ist mittlerweile (leider) häufig das Preisniveau der wenigen angebotenen Weine…

Doch es hätte alles auch ganz anders kommen können: Von den einst abertausenden Hektar Weinbergsfläche waren vor gar nicht allzu langer Zeit, rund um die Jahrtausendwende, nur noch wenige hundert in Bewirtschaftung. Weinbau in der Sierra de Gredos schien perspektivlos – die Sorte Garnacha hielt man in Spanien für minderwertig, Granitböden für den ungeeignetsten Boden für Qualitätsweine. Diese Fehleinschätzungen zerstörten weit mehr als die Reblaus in diesen für sie unwirtlichen Höhen je hätte ausrichten können! Und so überlebten gerade mal knapp 2000 Hektar weit verstreuter Weingärten an den Hängen der Sierra de Gredos (davon 500ha in der D.O. Cebreros, aufgeteilt auf mehr als 1100 Parzellen), in Höhen von 500 bis fast 2000 Metern auf mageren Granit – und Schieferverwitterungsböden, mit uralten Rebstöcken in Goblet-Erziehung, die im Mittel 70 Jahre alt sind. Eine einmalige Kombination und wahrer Schatz…

Was auch das ambitionierte, erst im Jahr 2020 gegründete Weinprojekt Las Pedreras Viñedos y Vinos erkannte, eines der jüngsten Weingüter Spaniens. Es liegt auf etwa 1000 Metern Seehöhe im Bergdorf Villanueva de Ávila im Alto Alberche, dem westlichen Teil des Rio Alberche Tals, das zur jungen D.O. Cebreros gehört. Das Weingut entstand, als sich die Wege der talentierten Winzerin Bárbara Requejo Frutos und des ambitionierten Kochs Guzmán Sánchez de la Parra kreuzten…

Bárbara (Jahrgang 1992) kommt ursprünglich aus Valladolid, ihr Onkel besitzt in der Ribera del Duero ein kleines Weingut, wo Bárbara erste Erfahrungen sammeln konnte. Vom Weinbau fasziniert, absolvierte sie in Valladolid das Studium, und über ein Erasmusprogramm ging es anschließend nach Bordeaux zu Château Haut-Brion. Danach reiste sie vier Jahre um die Welt, unter anderem zu Pierre Peters in der Champagne, Peay Vineyards an der kalifornischen Sonoma Coast, und Quartz Reef in Neuseeland, bevor sie 2017 als technische Leiterin auf dem Weingut Soto Manrique in Gredos landete – die Ribera del Duero erschien ihr zu eingefahren. In Gredos aber wurde sie vom immensen Potential der alten Weinberge und der Region in den Bann gezogen. Und zu dieser Zeit lernte sie auch Guzmán kennen.
Guzmán (Jahrgang 1989) wiederum wurde in eine Bäckerfamilie hineingeboren und wuchs im Dorf Villanueva de Ávila auf. Er absolvierte die Ausbildung zum Koch und nach Erfahrungen in renommierten Restaurants in Ávila und Madrid (u.a. im Zalacaín) eröffnete er 2016 in seinem Heimatdorf mit dem La Querencia sein eigenes Restaurant, das schnell zum besten der Region wurde. Daneben produzierte Guzmán auch seit der Jahrtausendwende von den familieneigenen Weingärten kleinere Mengen Wein für den eigenen Verbrauch und das Restaurant.
Als Bárbara und Guzmán sich näher kennen und lieben lernten, beschlossen sie 2020 – als das Restaurant während der Pandemie geschlossen blieb –, gemeinsam das Weingut Las Pedreras zu gründen, das allererste in Villanueva de Ávila benannt nach dem Pico Las Pedreras, einem nahen Berg mit besonders altem Bestand an Garnacha Reben.

Guzmáns Rebflächen gingen vollständig in das neu gegründete Weingut über (darunter jene, wo der famose Pelito Lindo wächst), zudem konnten die beiden mittlerweile Parzellen in und um Villanueva de Ávila herum und in den Nachbardörfern Burgohondo und Navatalgordo erwerben. Die Zukunft der Weinregion sehen sie allerdings nicht nur in alten Weingärten, sondern auch in neu angelegten Weinbergen, weshalb sie 2022 auch die neue, 1ha große Garnacha-Lage La Encarabenera hoch über Navarrevisca auf über 1200m Seehöhe auspflanzen, wo Guzmáns Vorfahren einst Roggen anbauten – eine der ganz wenigen weil arbeits- wie kostenintensiven Neupflanzungen in der Sierra de Gredos, und überhaupt die einzige in dieser Höhenlage! Auf den knapp 6 Hektar wachsen auf mageren Granit- und Schieferverwitterungsböden vorrangig sehr alte Garnacha-Reben – im Schnitt etwa 70 Jahre, die älteste weit über 100 Jahre –, daneben noch etwas weißer Albillo Real.


Die Bewirtschaftung erfolgt biologisch mit einigen biodynamischen Techniken, tlw. unterstützt von Pferden, und ist nicht zuletzt aufgrund der kleinen Parzellen, die noch dazu weit verstreut sind, extrem aufwendig. Kalte, schneereiche Winter und warme, trockene Sommer prägen das kontinentale Klima hier im Alto Alberche, dem höchsten (im Schnitt 900m) und kältesten Teil der Sierra de Gredos, mit je nach Lage zum Teil sehr unterschiedlichen Niederschlagsmengen von wenigen hundert Millimetern bis hin zu 1200mm im Jahr; dazukommt die ständige Gefahr von Spätfrösten. Außer Reben will hier keine andere Pflanzenkultur gedeihen, selbst Ziegen tun sich hier oben bei der Nahrungssuche schwer. Kein Wunder also, dass die Erträge aufgrund der klimatischen Vorgaben und des hohen Rebenalters eher gering sind – bei Las Pedreras rund 25.000 Flaschen, aufgeteilt auf 6 Gredos-Weine. Der Weinkeller ist dabei eindeutig Bárbaras Reich – hier arbeitet sie mit sehr reduziert, mit natürlichen Hefen, ohne Enzyme und ohne Filtration, greift so wenig wie möglich in den natürlichen Prozess des Weins ein. Dabei folgt sie keinen starren Dogmen, sondern orientiert sich am jeweiligen Jahrgang, was etwa Dauer der Maischestandzeit oder Verwendung der gesamten Trauben samt Stielen und Stängel betrifft. Vergoren wird großteils im Stahltank, die Top-Cuvées und der Rosé im Holz; die Reife verbringen sämtliche Weine in kleinen und größeren Eichenholzfässern (von barrique bis 40hl), darunter auch einige von Stockinger. Gefüllt wird nach maximal 12 Monaten mit moderater Schwefelung bei den Rotweinen.

Einstieg und Basis zugleich bildet der Barrio de los Arroyuelos im burgundischen Village-Stil, dessen “jüngere” Reben (immerhin auch im Schnitt 60 Jahre alt) auf über zwei Dutzend Parzellen in den Dörfern Villanueva de Ávila, Burgohondo und Navatalgordo und unterschiedlichste Terroirs verteilt sind – ein Wein, der die Energie und Persönlichkeit von Alto Alberche, der Rebsorte Garnacha und des Jahrgangs zum Ausdruck bringt, komplex und tief, und zugleich einfach zu genießen. Die beiden Topweine Vertiente de Las Ánimas und Pelito Lindo wiederum spiegeln das unterschiedliche Terroir von Villanueva de Ávila wider. Auch wenn diese Einzellagen (paraje), die jeweils nur knapp 1000 Flaschen im Jahr ergeben, beide aus dem gleichen Dorf stammen, sind die Unterschiede der einzelnen Parzellen in Punkto Höhenlage, Boden (sandiger, rosafarbener verwitterter Granit beim Pelito Lindo) und Ausrichtung dennoch enorm und führen so zu völlig unterschiedlichen Weinen – gemeinsam ist ihnen die große Eleganz und Mineralik, kurz gesagt: beides Weine der absoluten Oberklasse! Das Einzellagen-Trio komplettiert neuerdings Corral de Gargatilla aus einer 1,7ha großen Parzelle auf 1050m Seehöhe, die im Jahr 2024 angekauft wurde und durch unterschiedliche Bodenprofile (Granit-Schiefer-Ton) besondere Komplexität verspricht.


Ergänzt wird das Sortiment schließlich vom mineralisch-würzigen Village-Rosado Arquitón (meist rasch ausverkauft) sowie dem originellen weißen Linarejos, bei dem die seltene Lokalsorte Albillo Real durch Beimengung von etwas Manzanilla-Sherry ungewöhnlichen Pep erfährt. Dazu gesellt sich noch La Coronela, ein Tempranillo-lastiger gemischter Satz aus Bárbaras önologischer Heimat Ribera del Duero vom Weingarten ihrer Mutter, den Bárbara ebenfalls im Keller in Villanueva vinifiziert.

Schon als wir 2024 zum ersten Mal die Weine von Las Pedreras kosteten, wussten wir, dass hier etwas Besonderes im Entstehen war. Seit seiner Gründung im Jahr 2020, konnte sich das junge Weinprojekt von Bárbara Requejo und ihrem Mann Guzmán Sánchez nicht nur binnen kürzester Zeit in die Spitze der Weinbauregion Sierra de Gredos katapultieren, sondern in die oberste Liga der spanischen Rotweine insgesamt! Hier, an einer der höchsten Lagen für Garnacha/ Grenache überhaupt, bekommt die Rebsorte jene ultimative Kombination aus Eleganz, Finesse und Kraft und jene Frische und Klarheit der Fruchtaromen, die die Weine schlussendlich so unwiderstehlich machen. Und diese aufregende Reise hat gerade erst begonnen…

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